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Hallo ihr Lieben, ich habe mich dazu entschieden den Blog auf FB weiter zu führen, da es einfacher für mich ist, und man es besser lesen kann. Hier der Link dazu: https://www.facebook.com/pages/Sternen-Mama/674381632669529 Liebe Julia, ich danke dir für deinen Kommentar, ich denke oft an die Zeit von unserem Kurs und wie lustig es oft war! Ich hoffe dir und deiner Maus geht es gut! Freut mich sehr von dir zu hören Liebe Grüße an euch alle und ich hoffe wir sehen uns bei FB wieder :*

1 Kommentar 7.9.14 20:56, kommentieren

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Beerdigung

Heute möchte ich euch von Leanas Beerdigung erzählen. Der 12.6.2014. Wir sind morgens aufgestanden, nachdem der Wecker klingelte. Wir machten uns ganz normal fertig, duschten usw. Meine Mama hatte mir ein Kleid und meinem Freund ein Hemd gekauft. Wir wollten das die Leute schwarz/weiß trugen. Mein Kleid war also schwarz/weiß und mein Freund trug ein weißes Hemd und eine schwarze Jeans. Er trug ein Hemd...zum ersten Mal in seinem Leben und es sah so wahnsinnig gut dadrin aus. Meine Freundin kam mit ihrem Freund zu uns um mir die Haare zu machen. Allerdings schminkte ich mich nicht. Ich hatte mich seit Leanas Tod nicht mehr geschminkt. Ich wollte von ihr so Abschied nehmen wie wir uns kennen gelernt haben, ohne eine Maske. Wir fuhren mit dem Auto zum Rewe, wir wollten noch nicht zum Friedhof und mein Freund brauchte einen Kaffee. Vom Parkplatz aus gingen wir dann zur Kapelle. (Das sind c.a 200m) Ich sah die vielen Menschen, die alle wegen unserer Prinzessin gekommen waren. Es waren c.a 35 Leute. Freunde, Verwandte, Bekannte. Mir kamen direkt die Tränen. Alles waren gekommen um Abschied zu nehmen und uns bei zu stehen. Auch während ich das schreibe kommen mir die Tränen, es tut so gut zu wissen, dass es so viele Menschen gibt die hinter einem stehen, die einen stützen in dieser schweren Zeit. Wir gingen in die Kapelle. Da stand er, der kleine weiße Sarg mit meiner Tochter drin. Die Blumen waren wunderschön und sie lachte mich von dem großen Bild an. Jeder ging nach vorne und stelle ein Teelicht hin. Ich wollte keins hinstellen, aber mein Freund stellte eins hin. Ich weiß nicht warum ich es nicht wollte. Es lief Musik, ich glaube Orgelmusik. Alle setzten sich hin. Hinten mussten ein paar Leute stehen. Der Pfarrer gab mir ein Zeichen. Nun war es Zeit für meine Rede, ich hatte vorher etwas aufgeschrieben was ich sagen wollte. Ich ging zu dem Pult und mein Bruder stand hinter mir. Wir hatten vereinbart, dass er weiter vorträgt wenn ich es nicht schaffe. Ich musste schlucken. Ich versuchte zu sprechen, aber es kam kein Wort. Einmal tief Luft holen und bloß nicht nach oben gucken. Dann kamen die Wörter. Ich brauchte die Zettel eigentlich nicht, aber es gab mir Sicherheit die Worte zu sehen. Es fiel mir so unglaublich schwer. Niemals wollte ich solche Wörter über meine Lippen bringen. Ich blickte nicht nach oben. Aber ich habe es geschafft alles vorzutragen. Ich bin auch jetzt noch sehr stolz darauf, dass ich das geschafft habe und ich wollte die Kraft die Leana mir gegeben hat auch ihr wieder geben. Sie spielten die Lieder die wir ausgesucht hatten (habe ja in einem vorherigen Beitrag dazu geschrieben). Der Pfarrer sagte einiges über Liebe und machte es wirklich gut, was genau er sagte weiß ich nicht. Ich war zu sehr in Gedanken, ich konnte dem was er sagte nicht folgen. Mein Freund wusste nicht wie es ablaufen würde. Es war seine erste Beerdigung auf die er gehen musste. Die seiner Tochter. :'( Das letzte Lied lief (Leona Lewis Run). Ein Bestatter ging auf den kleinen Sarg zu und trug ihn alleine, aber sehr andächtig. Wir standen auf und folgten. Alle nacheinander. Die Glocken leuteten und als sie verstummten lief über unsere Box das Lied, River flows in you. Wir kamen zum Grab und der Bestatter ließ meinen kleinen Engel in die Erde, ich konnte dir Tränen nun wirklich nicht mehr zurück halten. Sie liefen einfach und ich wischte sie auch nicht weg. Wir nahmen eine Rose und warfen sie hinein. Meine Knie wurden ganz weich. Mein Freund hielt mich fest. Ich konnte kaum stehen, weil mir grade in diesem Moment so bitterlich klar wurde, dass es nicht alles nur ein Traum war, sondern die Realität. Jeder warf nach uns eine weiße Rose in ihr Grab. Meine Mama weinte, mein Freund auch. Alle waren den Tränen nahe und auch bei mir laufen sie jetzt wieder. Als meine Mama mich in den Arm nahm brach alles aus mir heraus. Ich konnte nicht mehr... Ich wollte nur weg. Wir gingen zurück. Als wir auf dem Vorplatz der Kapelle standen, sprachen wir mit vielen. Wir bekamen Karten und verabschiedeten uns von denen die nach Hause mussten. Mit den anderen gingen wir gegenüber ins Café. Mama hatte dort reserviert... In meinem nächsten Beitrag werde ich dort weiter schreiben. Ich bedanke mich wie immer fürs Lesen und wünsche euch ein schönes Wochenende. Viele Grüße

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